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Burnout-Symptome entstehen dann, wenn ein Mensch zu viel, in zu kurzer Zeit, und mit zunehmenden Fremdbestimmungsgefühlen leisten muss. Der Körper wie der Geist haben nicht mehr genügend Zeit sich zu regenerieren. Schliesslich kommt es zum Not-Stopp: das Burnout-Syndrom.
Burnout und chronische Erschöpfung
Symptome des Burnout-Syndroms:
Die Symptomatik des Burnout-Zustandes ist vielfältig, da die geistig-körperliche Balance auf intellektueller, physiologischer, immunologischer und vegetativer Ebene gestört ist. Zudem ist das psychische Motivationssystem betroffen. Folgende Symptome treffe ich in meiner Praxis immer wieder an:
- Erschöpfung, Müdigkeit, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme
- Sich unmotiviert fühlen, Entscheidungsschwierigkeiten
- Zunehmende Selbstwertprobleme: sich inkompetent empfinden
- Unkonzentriertheit, Vergesslichkeit
- Erhöhte Infekt- und Krankheitsanfälligkeit, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel
- Nervosität, Ängste bis zu Panikattacken, Depressionen
Psychologische Ursachen des Erschöpfungszustandes:
In der industrialisierten Welt ist es schwierig geworden entsprechend der biologischen Aktivitäts- und Erholungsrhythmen zu leben. Das organische Wechselspiel dieser chronobiologischen Rhythmen ist aber für die Erhaltung der psychischen wie physischen Gesundheit von enormer Bedeutung.
Verschiedene psychische Faktoren führen über eine Störung der Psyche-Körper-Feedbackschleife zu einer Verzerrung der biologischen Rhythmen. Diese können beispielsweise sein:
- Leistungseinstellungen und Zielausrichtungen die entweder die Unterordnung von anderen Bedürfnissen verlangen oder direkt gesundheitsschädlich sind (beispielsweise der Glaube nur wenig Schlaf zu brauchen).
- Ein zentraler Mechanismus ist das unterdrückte Selbstfeedback: Nicht mehr spüren können welche körperlich-seelischen Bedürfnisse sonst noch da sind. Sekundäre Stimulation des erschöpften Motivationssystems durch überhöhten Konsum von Antidepressiva, Alkohol, Nikotin und Schmerzmittel.
- Negative Selbstwerteinstellungen, welche Lösungsfindungen hemmen: Diese sind häufig durch negativ prägende Ereignisse oder Zuschreibungen entstanden (beispielsweise der Glaube nicht genügend kompetent zu sein).
- Ungleichgewicht zwischen Selbst- und Fremdkontrolle: Oft verbunden mit der Definition von unerreichbaren Leistungszielen.
Diese skizzierten Faktoren haben auf den Körper folgende Einflüsse:
- Hemmung der Motivationszentren im Gehirn: Die Arbeit muss mit zunehmender Willensanstrengung geleistet werden.
- Erhöhte Infekt- und Schmerzanfälligkeit durch eine chronische Überaktivierung neurophysiologischer Stressachsen.
Therapie des Burnout-Syndroms
Therapeutisch geht es zuerst darum zu identifizieren, welche Arbeits- und Selbsteinstellunen zu einer Überaktivierung des Stresssystems führen.
Die gefundenen stresserzeugenden Einstellungen werden anschliessend auf ihre biographische Verankerung überprüft. Es geht also darum zu untersuchen, ob eine an und für sich gesunde Leistungseinstellung durch negative Prägungen "vergiftet" wird. Leider finde ich hier öfters negative schulische Erfahrungen.
Die negativen Erfahrungen bearbeite ich gerne mit Hypnotherapie und EMDR. Dadurch verliert sich der hemmende Einfluss auf das Motivations- und Selbstwertsystem. Immer wieder kommt es spontan zu einer positiven Veränderung der Selbsteinstellung. Dies öffnet neue Problemlösungsperspektiven.
Der Umsetzungsprozess der neu gefundenen Lösungsmöglichkeiten geschieht anschliessend unterstützend mit Methoden aus dem NLP und der Hypnotherapie.
Ein wichtiges Therapiemodul ist auch die Reaktivierung des Selbstfeedback-Systems. Das Ziel ist hier das gute Miteinander von Arbeitsanforderungen und von persöhnlichen Bedürfnissen. Dazu werden Selbsthypnose und Entspannungsübungen eingesetzt.
Progressive Muskelentspannung
Die Progressive Muskelentspannung ist ein bewährtes Entspannungsverfahren. Ich habe hier eine Kurzform aufgenommen, damit die Übungen auch wirklich im Alltag ausgeführt werden können.
Die PME stellt eine Art "Basistherapie" dar. Sie ist häufig hilfreich bei:
- Anspannung, Nervosität und Stress
- Ängste
- Burnout
- Tinnitus
- Schmerzen
- Schlaflosigkeit
Die Hintergrundsmusik stammt auch hier von Thomas Vietze (www.gemafrei-music.de).
Eine schriftliche Kurzanleitung zur Progressiven Muskelentspannung finden Sie hier.
DOWNLOAD (Rechtsklick - speichern unter) der CD "Progressive Muskelentspannung" als mp3-File (ca. 35 MB).
Unter KONTAKT bzw. Impressum sind weitere wichtige Hinweise und die Nutzungsbestimmungen aufgeführt.
